7.700 zufällig ausgewählte Bürger:innen in ganz Südtirol haben Anfang März 2026 einen Brief vom Institut für Allgemeinmedizin und Public Health Bozen. Sie werden eingeladen, an der Studie „Mentale Gesundheit von Frauen und Männern in Südtirol“ teilzunehmen. Die Studie untersucht, wie Lebensumstände, gesellschaftliche Erwartungen und Geschlecht mit dem seelischen Wohlbefinden zusammenhängen. Ziel ist es, wissenschaftliche Grundlagen für eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung der psychischen Gesundheitsversorgung in Südtirol zu schaffen.

Warum gerade diese 7.700 Personen?
Die Auswahl der Personen erfolgte per Zufallsstichprobe aus dem Bevölkerungsregister. Dieses Verfahren ist entscheidend, um ein realistisches und repräsentatives Bild der Situation in Südtirol zu erhalten. „Nur wenn möglichst viele der zufällig ausgewählten Personen teilnehmen, können die Ergebnisse tatsächlich für ganz Südtirol sprechen“, erläutert Studienleiterin Dr. Barbara Plagg. Bleibt die Teilnahme aus, entsteht ein verzerrtes Bild. Die Studie ist daher auf die Mitwirkung der 7.700 zufällig ausgewählten Personen angewiesen.
Warum diese Studie wichtig ist
Psychische Gesundheit beeinflusst Lebensqualität, Arbeitsfähigkeit und soziale Teilhabe. Internationale Forschung zeigt, dass sich psychische Belastungen je nach Geschlecht, Lebens- phase und gesellschaftlichen Erwartungen unterschiedlich auswirken. Gleichzeitig bestehen Unterschiede im Umgang mit Belastungen und im Hilfesuchverhalten. Für Südtirol liegen bislang keine umfassenden repräsentativen Daten vor. Das will die in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Bozen und der Medizinischen Universität Innsbruck durchgeführte Studie ändern. Die Auswertung der Daten erfolgt durch Dr. Barbara Plagg, Dr. Petra Wlasak und Dott.ssa Heidi Flarer.
Teilnahme dauert ca. 15 Minuten
Die Befragung erfolgt anonym online und dauert etwa 15 Minuten. Alle Angaben werden anonym ausgewertet, ein Rückschluss auf einzelne Personen ist nicht möglich.
Jede einzelne Rückmeldung zählt!
Das Institut bittet alle Bürger:innen, die einen Brief erhalten haben, diesen ernst zu nehmen und den Online-Fragebogen auszufüllen. Wer ausgewählt wurde, vertritt viele andere Menschen mit ähnlicher Lebenssituation „Die Aussagekraft der Ergebnisse steht und fällt mit der Teilnahme der ausgewählten Personen. Jede Rückmeldung trägt dazu bei, erstmals belastbare Daten und damit eine fundierte Grundlage für künftige Präventions- und Versorgungsmaßnahmen in Südtirol zu schaffen“, betont Dr. Doris Hager-Prainsack, Präsidentin des Instituts für Allgemeinmedizin und Public Health Bozen.
Wichtig zu wissen: Die einzelnen Artikel des Gesundheitsblogs des Instituts für Allgemeinmedizin und Public Health Bozen werden nicht aktualisiert. Ihre Inhalte stützen sich auf Forschungsergebnisse und wissenschaftliche Belege, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung verfügbar sind. Gesundheitsinformationen aus dem Internet können eine persönliche ärztliche Beratung nicht ersetzen. Informieren Sie Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin über mögliche Beschwerden. Weiter…